{"id":3444,"date":"2010-11-18T10:51:34","date_gmt":"2010-11-18T09:51:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.institut-halbach.de\/?p=3444"},"modified":"2010-11-18T10:51:34","modified_gmt":"2010-11-18T09:51:34","slug":"anforderungen-entwaesserungssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/2010\/11\/18\/anforderungen-entwaesserungssystem\/","title":{"rendered":"Grunds\u00e4tzliche Anforderungen an den Betrieb von Entw\u00e4sserungssystemen"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Grunds\u00e4tzliche Anforderungen nach Punkt 6 der DIN EN 752-2 vom Juli 1996<\/strong> (Auszug)<\/h3>\n<p>Die grunds\u00e4tzlichen Anforderungen an den Betrieb von\u00a0 Entw\u00e4sserungssystemen sind folgende:<\/p>\n<p>a) Verstopfungsfreier Betrieb;<\/p>\n<p>b)<span style=\"color: #ff0000;\"> Begrenzung der<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">\u00dcberflutungsh\u00e4ufigkeiten <\/span>auf die vorgeschriebenen Werte;<\/p>\n<p>c) Schutz von Gesundheit und Leben der \u00d6ffentlichkeit;<\/p>\n<p>d) Die <span style=\"color: #ff0000;\">\u00dcberlastungsh\u00e4ufigkeiten <\/span>sollten auf die vorgeschriebenen Werte begrenzt werden;<\/p>\n<p>e) Schutz von Gesundheit und Leben des Betriebspersonals;<\/p>\n<p>1) Schutz der Vorfluter vor Verschmutzung im Rahmen festgelegter Grenzen;<\/p>\n<p>g) Ausschlu\u00df der Gef\u00e4hrdung von bestehenden, angrenzenden Bauten und Ver- und Entsorgungseinrichtungen durch Abwasserkan\u00e4le und -leitungen;<\/p>\n<p>h) Erreichung der geforderten Nutzungsdauer und Erhaltung des baulichen Bestandes;<\/p>\n<p>i) <span style=\"color: #ff0000;\">Wasserdichtheit <\/span>der Abwasserkan\u00e4le und -leitungen <span style=\"color: #ff0000;\">entsprechend den Pr\u00fcfungsanforderungen<\/span>;<\/p>\n<p>j) <span style=\"color: #ff0000;\">Vermeidung von Geruchsbel\u00e4stigung<\/span> und Giftigkeit;<\/p>\n<p>k) Sicherstellung der geeigneten Zug\u00e4nglichkeit f\u00fcr Unterhaltszwecke.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen von Entw\u00e4sserungssystemen auf die Vorfluter haben den Anforderungen der Zust\u00e4ndigen Stelle zu entsprechen.<\/p>\n<p>Weitere von der Zust\u00e4ndigen Stelle festgelegte Umweltschutzanforderungen m\u00fcssen ebenfalls erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Bei der Auswahl der hydraulischen Bemessungskriterien f\u00fcr Regen- und Mischwasserkan\u00e4le sind die \u00fcblichen Berechnungsverfahren zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>In jedem Falle sollten die m\u00f6glichen Auswirkungen einer \u00dcberflutung in Betracht gezogen werden.<\/p>\n<p>Bei kleineren Entw\u00e4sserungssystemen ist ein relativ einfaches, aber sicheres Verfahren zu empfehlen, obwohl die Anwendung von Simulationsmodellen nicht ausgeschlossen wird.<\/p>\n<p>Abwasserkan\u00e4le sind \u00fcblicherweise f\u00fcr den Betrieb mit Vollf\u00fcllung ohne \u00dcberlastung f\u00fcr relativ h\u00e4ufige Regenereignisse auszulegen, im Bewu\u00dftsein, da\u00df dies einen Schutz gegen \u00dcberflutung bei st\u00e4rkeren Regenf\u00e4llen darstellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Entw\u00e4sserungssysteme sollten die Werte f\u00fcr die H\u00e4ufigkeit der Bemessungsregen nach Tabelle 1 angewendet werden, wenn die Zust\u00e4ndige Stelle keine entsprechenden Werte vorgibt.<\/p>\n<p>Der Planer hat die zutreffende Regenintensit\u00e4t und -dauer f\u00fcr das jeweilige Gebiet zu verwenden.<\/p>\n<p>Bei gr\u00f6\u00dferen Entw\u00e4sserungssystemen wie auch bei kleineren Systemen, welche mit einem Abflu\u00dfsimulationsmodell entworfen werden, wird empfohlen, das Ma\u00df des \u00dcberflutungsschutzes direkt festzulegen.<\/p>\n<p>Dies gilt insbesondere dort, wo bedeutende Sch\u00e4den oder Gef\u00e4hrdungen der \u00f6ffentlichen Gesundheit entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Kanalisation sollte zuerst, wie oben erw\u00e4hnt, so ausgelegt werden, da\u00df bei einem angemessenen Bemessungsregen keine \u00dcberlastung auftritt. Danach sollte der Abflu\u00df mit einem Simulationsmodell nachgerechnet werden, um die Einhaltung der \u00dcberflutungsh\u00e4ufigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Der Entwurf ist dort anzupassen, wo der erforderliche \u00dcberflutungsschutz nicht erreicht wird.<\/p>\n<p>Es wird jedoch auch F\u00e4lle geben, bei denen eine Anpassung erforderlich ist, um unn\u00f6tige \u00dcberdimensionierungen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Anforderungen der Zust\u00e4ndigen Stelle an die \u00dcberflutungsh\u00e4ufigkeit sind einzuhalten.<\/p>\n<p>Werden keine \u00dcberflutungsh\u00e4ufigkeiten vorgegeben, sollten die Werte aus Tabelle 1 angewendet werden.<\/p>\n<p>Diese Vorgehensweisen sollten auch ausgew\u00e4hlt werden, wenn die Verbesserung eines bestehenden Entw\u00e4sserungssystems erwogen wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.institut-halbach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/TabelleHaufigkeiten.gif\" rel=\"lightbox[3444]\" title=\"TabelleHaufigkeiten\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3460\" title=\"TabelleHaufigkeiten\" src=\"http:\/\/www.institut-halbach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/TabelleHaufigkeiten.gif\" alt=\"\" width=\"527\" height=\"281\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tabelle 1: Empfohlene H\u00e4ufigkeiten f\u00fcr den Entwurf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grunds\u00e4tzliche Anforderungen nach Punkt 6 der DIN EN 752-2 vom Juli 1996 (Auszug) Die grunds\u00e4tzlichen Anforderungen an den Betrieb von\u00a0 Entw\u00e4sserungssystemen sind folgende: a) Verstopfungsfreier Betrieb; b) Begrenzung der \u00dcberflutungsh\u00e4ufigkeiten auf die vorgeschriebenen Werte; c) Schutz von Gesundheit und Leben der \u00d6ffentlichkeit; d) Die \u00dcberlastungsh\u00e4ufigkeiten sollten auf die vorgeschriebenen Werte begrenzt werden; e) Schutz von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[135,136,137,138,139,140,141,142,143,69,144,145,71,146],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3444"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3444"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3444\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3444"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3444"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3444"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}