{"id":2044,"date":"2010-02-25T13:18:43","date_gmt":"2010-02-25T12:18:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.institut-halbach.de\/?p=2044"},"modified":"2010-02-25T13:18:43","modified_gmt":"2010-02-25T12:18:43","slug":"beweisfuehrung-mit-den-methoden-der-logik-konzept-eines-vortrages-zur-internen-weiterbildung-im-institut-fuer-abwasserwirtschaft-halbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/2010\/02\/25\/beweisfuehrung-mit-den-methoden-der-logik-konzept-eines-vortrages-zur-internen-weiterbildung-im-institut-fuer-abwasserwirtschaft-halbach\/","title":{"rendered":"Beweisf\u00fchrung mit den Methoden der Logik &#8211; Konzept eines Vortrages zur internen Weiterbildung im Institut f\u00fcr Abwasserwirtschaft Halbach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Beweisf\u00fchrung          mit den Methoden der Logik<\/strong><\/p>\n<p>Konzept eines Vortrages zur internen Weiterbildung          im Institut f\u00fcr Abwasserwirtschaft Halbach<\/p>\n<p>Brita Wurster Dipl.-Ing. (FH)<\/p>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<p>1. Definition Begriff Urteil<br \/>\n2. Arten von Urteilen<br \/>\n3. Der Schluss und Arten des Schlie\u00dfens<br \/>\n4. Argumentationsketten und &#8211; strategien<\/p>\n<p><strong>1. Definition Begriff Urteil<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Ein Urteil ist die Verbindung von zwei oder          mehr Vorstellungen zu der Einheit eines Begriffs.&#8220;<\/p>\n<p>Die Form des Urteils:<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"82%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"22%\">Beispiel:<\/td>\n<td width=\"23%\">\n<div>Der                Mensch<\/div>\n<\/td>\n<td width=\"25%\">\n<div>ist<\/div>\n<\/td>\n<td width=\"30%\">\n<div>ein                Lebewesen.<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Logische Form:<\/td>\n<td>\n<div><strong>Subjekt<\/strong><\/div>\n<\/td>\n<td>\n<div><strong>Kopula<\/strong><\/div>\n<\/td>\n<td>\n<div><strong>Pr\u00e4dikat<\/strong><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Satz:<\/p>\n<p>Eine Aussage          ist lediglich, die, die nicht die Einheit eines Begriffes wiedergibt,          sondern eine zuf\u00e4llige Zusammenstellung von Termini, z. B.: \u201eIch          gehe nach Hause&#8220;.<\/p>\n<p>Urteil:<\/p>\n<p>\u201eFrau Muster`s Hund Paul          liebt Knochen&#8220;, weil hier eine Wesensbestimmung in seiner          Einzelheit wiedergegeben wird.<\/p>\n<p><strong>2. Arten von Urteilen<\/strong><\/p>\n<p>Einteilung der Urteile<\/p>\n<p>Qualit\u00e4t<\/p>\n<p>In Bezug auf die Kopula ergibt sich die Qualit\u00e4t der Urteile: bejahend,          verneinend, unendlich.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"400\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>bejahendes Urteil:<\/td>\n<td>Paul ist ein Hund.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>verneinendes Urteil:<\/td>\n<td>Paul <strong>ist              nicht<\/strong> eine Katze.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>unendliches Urteil:<\/td>\n<td>Paul ist ein <strong>Nicht-Baum.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Quantit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>In Bezug auf das Subjekt ergibt sich die Quantit\u00e4t der Urteile:          allgemein, besonders (partikular), einzeln.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"400\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>allgemeines Urteil:<\/td>\n<td>Alle Menschen\u00a0sind sterblich.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>besonderes Urteil:<\/td>\n<td>Einige M\u00e4nner haben eine Glatze.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>einzelnes Urteil:<\/td>\n<td>Herr Muster ist ein Genie\u00dfer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Relation<\/strong><\/p>\n<p>In Bezug auf den Zusammenhang von Subjekt und Pr\u00e4dikat ergibt sich          die Relation der Urteile<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"508\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"150\">kategorisches Urteil:<\/td>\n<td width=\"342\">Der Mensch ist ein              hoch entwickeltes Lebewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>(unbedingt gewiss)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>hypothetisches Urteil:<\/td>\n<td><strong>Wenn es regnet, dann wird die              Stra\u00dfe nass.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><strong>(steht unter einer Bedingung)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>unterscheidendes Urteil:<\/td>\n<td><strong>Die Mitarbeiter sind entweder motiviert              oder nicht\u00a0motiviert.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Modalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>In Bezug auf unser sonstiges Wissen ergibt sich die Modalit\u00e4t der          Urteile.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"400\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>problematisches Urteil:<\/td>\n<td><strong>Der Feierabend wird in K\u00fcrze eintreten.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>behauptendes Urteil:<\/td>\n<td><strong>Die Villa hat einen gro\u00dfen Garten.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>endg\u00fcltiges Urteil:<\/td>\n<td><strong>Der Terror muss aufh\u00f6ren.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Jedes Urteil kann nach Qualit\u00e4t, Quantit\u00e4t, Relation und Modalit\u00e4t          bestimmt werden.<\/p>\n<p>So ist<\/p>\n<p>Massen ziehen sich an.          (bejahend, allgemein, kategorisch, endg\u00fcltig)<\/p>\n<p>st\u00e4rker als<\/p>\n<p>Brutus ist weder ein Mensch noch          ein Hund. (verneinend, einzeln, unterscheidend, behauptend)<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Urteile, wenn sie f\u00fcr          andere einsehbar sein sollen, m\u00fcssen begr\u00fcndet werden. Die Begr\u00fcndung          eines Urteils aus einem oder mehreren Urteilen ist der Schluss.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><strong>3. Der Schluss und Arten des Schlie\u00dfens<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Der unmittelbare Schluss<\/span><\/p>\n<p>ist die Ableitung eines Urteils aus nur einem anderen ohne ein vermittelndes          Urteil.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"400\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Pr\u00e4misse:<\/td>\n<td>Ich huste,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Konklusion:<\/td>\n<td>also habe ich Husten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Der mittelbare Schluss<\/span><\/p>\n<p>Der mittelbare Schluss ( auch deduktiver Beweis -&gt; vom allgemeinen          zum speziellen) ist die Ableitung eines Urteils aus einem anderen Urteil          mittels eines weiteren Urteils. Der mittelbare Schluss wird auch als kategorischer          Vernunftschluss bezeichnet. Es ist eine &#8222;Kunst&#8220; Mittelbegriffe          finden.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"22%\">1. Voraussetzung:<\/td>\n<td width=\"23%\">Alle Hunde<\/td>\n<td width=\"26%\">fressen<\/td>\n<td width=\"29%\">Knochen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>(1. Pr\u00e4misse)<\/td>\n<td>(Mittelbegriff)<\/td>\n<td>(Oberbegriff)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2. Voraussetzung:<\/td>\n<td>Paul<\/td>\n<td>ist<\/td>\n<td>ein Hund.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>(2. Pr\u00e4misse)<\/td>\n<td>(Unterbegriff)<\/td>\n<td>(Mittelbegriff)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schlussfolgerung:<\/td>\n<td>Also frisst<\/td>\n<td>Paul<\/td>\n<td>Knochen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>(Konklusion)<\/td>\n<td>(Unterbegriff als Subjekt)<\/td>\n<td>(Oberbegriff als Pr\u00e4dikat)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Regeln des kategorischen Vernunftschlusses:<\/span><\/p>\n<p><strong>1 .\u00a0Exakt drei Hauptbegriffe.<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig: Ober-, Unter- und Mittelbegriff<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"300\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>falsch w\u00e4re:<\/td>\n<td>Alle Menschen sind sterblich.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Herr Muster ist ein Mann.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Also ist Herr Muster sterblich.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>richtig ist:<\/td>\n<td>Alle Menschen sind sterblich.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Herr Muster ist ein Mensch.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Also ist Herr Muster sterblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>2. Die Pr\u00e4missen d\u00fcrfen <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span> beide verneinend sein.<\/strong><\/p>\n<p>Bei der doppelten Verneinung, haben die Schl\u00fcsse nichts miteinander          zu tun. Somit ist ein logischer Schluss nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Keiner der Zuh\u00f6rer spricht japanisch.          Hubert ist kein Zuh\u00f6rer. Also spricht Hubert nicht japanisch.<\/p>\n<p><strong>3. Die Pr\u00e4missen d\u00fcrfen <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span> beide besondere Urteile sein.<\/strong><\/p>\n<p>In einigen Regionen der Erde trat im          letzten Jahr eine Erw\u00e4rmung auf. Einige Regionen der Erde befinden          sich in Poln\u00e4he. Also trat in Poln\u00e4he im letzten Jahr eine Erw\u00e4rmung          auf.<\/p>\n<p>Es ist keine gesicherte Schlussfolgerung m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>4. Die Schlussfolgerung richtet sich          immer nach dem schw\u00e4chsten Teil des Schlusses.<\/strong><\/p>\n<p><strong>5. Ist eine Pr\u00e4misse ein negatives          Urteil, muss die Schlussfolgerung auch verneinend sein (entsprechend bei          unendlichen Urteilen).<\/strong><\/p>\n<p><strong>6. Ist eine Pr\u00e4misse ein besonderes          Urteil, so muss die Schlussfolgerung auch besonders sein.<\/strong><\/p>\n<p><strong>7. In allen kategorischen Vernunftschl\u00fcssen          muss die 1. Pr\u00e4misse ein allgemeines Urteil sein und die 2 Pr\u00e4misse          muss bejahend sein.<\/strong><\/p>\n<p><strong>8. Die Qualit\u00e4t der Schlussfolgerung          richtet sich nach der 1. Pr\u00e4misse und die Quantit\u00e4t nach der          2. Pr\u00e4misse.<\/strong><\/p>\n<p>Kein Zuh\u00f6rer spricht japanisch.          Erwin ist ein Zuh\u00f6rer. Also spricht Erwin nicht japanisch.<\/p>\n<p>1. Pr\u00e4misse = negativ -&gt; Schlussfolgerung negativ<\/p>\n<p>2. Pr\u00e4misse = Einzelurteil -&gt; Schlussfolgerung          Einzelurteil<\/p>\n<p><strong>Der induktive Schluss (Erfahrungsschluss)<\/strong><\/p>\n<p>Im Gegensatz zum kategorischen Vernunftschluss wird im induktiven Schluss          von vielen einzelnen oder besonderen Urteilen auf ein allgemeines Urteil          geschlossen:<\/p>\n<p>Frieda ist mit einem Mann verheiratet.<br \/>\nHelene ist mit einem Mann verheiratet.<br \/>\nCaroline ist mit einem Mann verheiratet.<br \/>\nusw.<\/p>\n<p>Alle diese Frauen sind jeweils mit          einem Mann verheiratet.<br \/>\nAlso besteht die Ehe aus jeweils einem Mann und einer Frau.<\/p>\n<p>Der induktive Schluss hat Schw\u00e4chen, erst wenn alle F\u00e4lle untersucht          wurden, ist ein gesicherter Schluss m\u00f6glich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Trug- und Fehlschl\u00fcsse<\/span><\/p>\n<p>Fehlschl\u00fcsse entstehen, wenn man die logischen Regeln nicht beachtet          (oder sachliche Fehler begeht). Trugschl\u00fcsse sind bewusst konstruierte          Fehlschl\u00fcsse, um das Bewusstsein zu t\u00e4uschen und zu verwirren.          Mit ihnen werden Ideologien begr\u00fcndet und alles M\u00f6gliche gerechtfertigt,          was nicht vor der Vernunft bestehen kann.<\/p>\n<p><strong>Der Zirkelschluss:<\/strong><\/p>\n<p>Im Zirkelschluss wird das zu Beweisende in den Pr\u00e4missen bereits          vorausgesetzt.<\/p>\n<p>Was wir in die Sterne hinein projizieren,          k\u00f6nnen wir wieder aus ihnen ableiten. (Wird gew\u00f6hnlich verschwiegen.)<\/p>\n<p>Nun sagt mir die heutige Sternenkonstellation,          dass ich\u00a0vorsichtig mit meinen Gesch\u00e4ftsfreunden sein soll.<\/p>\n<p>Also kann ich aus den Sternen mein Verhalten          ableiten.<\/p>\n<p>Anderes Beispiel Sprung im Denken &#8211; um nicht widerlegt zu werden, Themawechsel:<\/p>\n<p>Heute ist sch\u00f6nes Wetter.          Aber die Durchschnittstemperatur im April war zu niedrig.<\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Proton Pseudos (erste L\u00fcge)<\/span><\/p>\n<p>Beim Proton Pseudos wird in einem Schluss eine fehlerhafte erste Pr\u00e4misse          vorausgesetzt.<\/p>\n<p>Gott ist der Sch\u00f6pfer der Moral.<\/p>\n<p>Atheisten glauben nicht an Gott.<\/p>\n<p>Also sind Atheisten unmoralisch.<\/p>\n<p>Dass Gott der Sch\u00f6pfer der Moral ist, setzt voraus, dass sich Gott          beweisen l\u00e4sst. Alle Gottesbeweise sind aber seit dem 14. Jahrhundert          widerlegt worden. Also ist die 1. Pr\u00e4misse eine L\u00fcge, denn ein          Nichts kann keine Moral stiften. Damit ist aber auch die Schlussfolgerung          falsch. Alle diese Einzelurteile m\u00fcssen in logischer Reihenfolge          (Argumentation) verkn\u00fcpft werden, um zu geschlossenem Text zu kommen.<\/p>\n<p><strong>4. Argumentationsketten und &#8211; strategien<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Argumentatives Schreiben<\/span><\/p>\n<p>Ein argumentativer Text soll \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Das bedeutet:<\/p>\n<ul>\n<li>Ideen sammeln<\/li>\n<li>Ideen ordnen<\/li>\n<li>Zwei oder drei Hauptargumente ausw\u00e4hlen, alles andere wird diesen            Gedanken untergeordnet<\/li>\n<li>Begr\u00fcndungen und Beispiele f\u00fcr jedes Argument suchen<\/li>\n<li>Argumente der Gegenmeinung und deren Begr\u00fcndung wiedergeben<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #339966;\">Strategien argumentativen Schreibens<\/span><\/p>\n<p>Gleichzeitig gibt es zu jeder Strategie          auch eine Gegenstrategie.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>a)<\/td>\n<td>Berufung auf Tatsachen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Gegenstrategie: Tatsachen widerlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>b)<\/td>\n<td>Berufung auf Ziele.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Gegenstrategie: Andere Ziele entgegensetzen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>c)<\/td>\n<td>Berufung auf Erfahrungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Gegenstrategie: Andere Erfahrungen dagegen setzen und mit den angegebenen              vergleichen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>d)<\/td>\n<td>Berufung auf Werte, Normen, Regeln, Gesetze<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Gegenstrategie: Werte und Normen nicht anerkennen, Regeln f\u00fcr              nicht passend oder ung\u00fcltig erkl\u00e4ren, Gesetze ausschlie\u00dfen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>e)<\/td>\n<td>Berufung auf Autorit\u00e4ten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Gegenstrategie: Autorit\u00e4ten nicht anerkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Argumentationsketten<\/p>\n<p>Ideal ist eine Kette, die aus f\u00fcnf Schritten          besteht.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>1.<\/td>\n<td>Thema\/Einf\u00fchrung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>L\u00e4nge: 1 Satz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2.<\/td>\n<td>Argumente und Begr\u00fcndungen f\u00fcr die Gegenmeinung (= These)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>L\u00e4nge: frei<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3.<\/td>\n<td>Argumente und Begr\u00fcndungen f\u00fcr die eigene Meinung (= Antithese)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>L\u00e4nge: frei, jedoch l\u00e4nger als 2.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>4.<\/td>\n<td>Vergleich von 2. und 3. (= Synthese)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>L\u00e4nge: 2 S\u00e4tze<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>5.<\/td>\n<td>Zusammenfassung\/Ergebnis (= Synthese als Ergebnis)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>L\u00e4nge:1-2 S\u00e4tze<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zu 1.<\/td>\n<td>These A besagt, dass&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zu 2.<\/td>\n<td>These B besagt, dass&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zu 3.<\/td>\n<td>Beide sind im Kern richtig, denn&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zu 4.<\/td>\n<td>F\u00fcr unsere Fragestellung kommt es darauf an, dass&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zu 5.<\/td>\n<td>Deshalb k\u00f6nnen wir Teile von A und B miteinander verbinden              , indem wir&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>5. Kurzzusammenfassung<\/p>\n<p>In wissenschaftlichen Arbeiten werden Urteile gef\u00e4llt und Meinungen          ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Diese m\u00fcssen f\u00fcr den Leser verst\u00e4ndlich sein. Die Argumentation          muss den Regeln der Logik folgen.<\/p>\n<p>Man dr\u00fcckt sich in S\u00e4tzen und Urteilen aus, daher ist die          Einhaltung der logischen Form sehr wichtig, die oben ausf\u00fchrlich          beschrieben wurde.<\/p>\n<p>Werdau, 20.02.2003<\/p>\n<p>Brita Wurster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beweisf\u00fchrung mit den Methoden der Logik Konzept eines Vortrages zur internen Weiterbildung im Institut f\u00fcr Abwasserwirtschaft Halbach Brita Wurster Dipl.-Ing. (FH) Inhalt: 1. Definition Begriff Urteil 2. Arten von Urteilen 3. Der Schluss und Arten des Schlie\u00dfens 4. Argumentationsketten und &#8211; strategien 1. 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