{"id":2019,"date":"2010-02-25T12:46:37","date_gmt":"2010-02-25T11:46:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.institut-halbach.de\/?p=2019"},"modified":"2010-02-25T12:46:37","modified_gmt":"2010-02-25T11:46:37","slug":"klaeranlagen-fuer-jedes-haus-oder-eine-zentrale-abwasserbeseitigung-auszuege-aus-einem-gutachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/2010\/02\/25\/klaeranlagen-fuer-jedes-haus-oder-eine-zentrale-abwasserbeseitigung-auszuege-aus-einem-gutachten\/","title":{"rendered":"Kl\u00e4ranlagen f\u00fcr jedes Haus oder eine zentrale Abwasserbeseitigung?-Ausz\u00fcge aus einem Gutachten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Kl\u00e4ranlagen f\u00fcr jedes Haus oder eine zentrale Abwasserbeseitigung?<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Ausz\u00fcge aus einem Gutachten<\/strong><\/p>\n<p>Redaktion 09.12.1999<\/p>\n<p><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p>Quintessenz<br \/>\nHinweise zur Refinanzierung<br \/>\nHinweise f\u00fcr eine \u00dcbergangsl\u00f6sung<br \/>\nEntscheidungsaspekte f\u00fcr eine Gruppenkl\u00e4ranlage<br \/>\nZusammenfassung des Gutachtens<\/p>\n<p><strong>Quintessenz:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> Hauskl\u00e4ranlagen f\u00fcr jedes Haus einer Ortschaft k\u00f6nnen genauso teuer oder sogar aufwendiger werden, als wenn die betroffene Siedlung eine zentrale Abwasserbeseitigung aufbaut. Das h\u00e4ngt davon ab, wie es den Bauherren gelingt, preiswerte aber wertvolle L\u00f6sungen umzusetzen. Wenn einerseits alle Hauseigent\u00fcmer mehr oder weniger zuf\u00e4llig f\u00fcr ihre Hauskl\u00e4ranlagen letztendlich mehr bezahlen, als sie br\u00e4uchten und wenn andererseits die Kommune unn\u00f6tige Kosten bei der zentralen Abwasserbeseitigung zu vermeiden versteht, dann ist die Wahrscheinlichkeit gro\u00df, da\u00df die dezentrale Hauskl\u00e4ranlagenl\u00f6sung aufwendiger wird, als die Kanalisation und eine zentrale Kl\u00e4ranlage.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Die technische L\u00f6sung ist abh\u00e4ngig von der Intensit\u00e4t der Finanzierung, d. h. wenn die F\u00f6rdermittel nur &#8222;tr\u00f6pfchenweise&#8220; flie\u00dfen, dann k\u00f6nnen L\u00f6sungen mit niedrigeren Jahreskosten, aber hohen einmaligen Aufwendungen &#8211; also zentrale Modelle &#8211; nicht realisiert werden. Hier gilt das Sprichwort &#8222;Der arme Mann lebt teuer!&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Problem besteht nur darin, da\u00df vorteilhafte zentrale L\u00f6sungen im d\u00fcnnbesiedelten Raum meist nicht schrittweise realisiert werden k\u00f6nnen, weil in diesen F\u00e4llen sonst erhebliche nicht nutzbare Investitionen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht refinanziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im l\u00e4ndlichen Raum m\u00fcssen aus Refinanzierungsgr\u00fcnden oft alle erforderlichen Investitionen ziemlich gleichzeitig begonnen und in kurzer Zeit abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>In einem Fall erfordert die Vorfinanzierung und F\u00f6rderung sowie die Realisierung die Bereitstellung einer Investitionssumme von 8,4 Mio DM innerhalb von maximal 2 Jahren f\u00fcr nur etwa 1.050 Einwohner.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, es sind alle Ortskanalnetze (6,2 Mio DM) im Bereich des Gesamtgebietes sowie zus\u00e4tzlich die Verbindungssammler und die \u00dcberleitung nach A-Stadt zu finanzieren. Die \u00dcberleitung kostet allein etwa 2,2 Mio DM.<\/p>\n<p>Der Investitionsbedarf von 8,4 Mio DM f\u00fcr 5 kleine Gemeinden ist zwar langfristig gesehen und gemessen daran, was Abwasseranlagen sonst kosten, ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstiger Betrag, aber trotzdem mit einem hohen Refinanzierungsrisiko belastet, so da\u00df die Investitionen einer au\u00dfergew\u00f6hnlich sorgf\u00e4ltigen Vorbereitung und finanziellen Absicherung bed\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Allein aus dem Grund, weil die finanziellen Mittel nicht auf einen Schlag bereitgestellt werden k\u00f6nnen, sind Investitionsabschnitte zu planen, die sofort refinanzierbar werden.<br \/>\n<strong><br \/>\nHinweise zur Refinanzierung<\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte mit weitergehenden Planungen erst begonnen werden, wenn hinreichend sicher abgekl\u00e4rt wurde wie das Refinanzierungskonzept aussehen soll.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist zu gew\u00e4hrleisten, da\u00df die Refinanzierungen sicher erfolgen.<\/p>\n<p>Weiterhin ist zu ber\u00fccksichtigen, da\u00df Vorfinanzierungskosten die Investitionssumme in aller Regel um 2,5 % erh\u00f6hen!<\/p>\n<p>Bei zu zeitigem Planungsbeginn besteht die Gefahr, da\u00df die Planungen zum Realisierungszeitpunkt veraltet sind.<\/p>\n<p>Finanzierungsvoraussetzung ist auch ein besonders hoher Anteil der Bereitstellung von F\u00f6rdermitteln. Besonders hoch deshalb, weil es sich nur um wenige Einwohner handelt (1.050), deren Abwasserentsorgung v\u00f6llig neu gestaltet werden soll.<\/p>\n<p>Relativ sicher l\u00e4\u00dft sich das Refinanzierungskonzept \u00fcberpr\u00fcfen, indem auf der Grundlage des KAG eine \u00fcberschl\u00e4gliche Geb\u00fchren- und Beitragskalkulation \u00fcber einen hinreichend langen Zeitraum vor Investitionsbeginn erfolgt.<\/p>\n<p><strong>Hinweise f\u00fcr eine \u00dcbergangsl\u00f6sung<\/strong><\/p>\n<p>Im Einzugsgebiet der k\u00fcnftigen zentralen Kl\u00e4ranlage gibt es Tendenzen zum verst\u00e4rkten Bau von Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen.Aufgrund der konzeptionellen Vorstellungen f\u00fcr die Zukunft und insbesondere des wasserrechtlichen Erfordernisses der Errichtung von zentralen Abwasserentsorgungsanlagen, ist von einem Neubau der Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen abzuraten.<\/p>\n<p>Dem Grunde nach gibt es einen Einleitungs- und Benutzerzwang \u00f6ffentlicher Abwasseranlagen, so da\u00df &#8211; wenn perspektivisch eine zentrale Abwasserentsorgung genutzt werden kann &#8211; diese auch zu nutzen ist.<\/p>\n<p>Die Errichtung von Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen mit einer Nutzungsdauer von nur 15 Jahren ist insofern eine Notl\u00f6sung, weil Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen auch lange nach ihrem Abschreibungsende in Gebrauch bleiben k\u00f6nnen und damit erst besonders wirtschaftlich sind.<\/p>\n<p>Diese Vorteile k\u00f6nnen bei dem Neubau von Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen nicht erschlossen werden, wenn in z. B. 15 Jahren eine zentrale Abwasserentsorgung nutzungsf\u00e4hig ist.<\/p>\n<p>Von wirklichen Einzelf\u00e4llen abgesehen, sollte ein Neubau, eine Modernisierung oder eine Leistungssteigerung von Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen nur dann erfolgen, wenn es von der Wasserbeh\u00f6rde f\u00fcr notwendig gehalten wird, oder wenn die Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlage nicht mehr der DIN 4261 Teil 1 bzw. der TGL 7762 entspricht.<\/p>\n<p>Es ist um ein Vielfaches wirtschaftlicher, zweckm\u00e4\u00dfiger und f\u00fcr die Gew\u00e4sserreinhaltung dienlicher, wenn die privaten Mittel konzentriert f\u00fcr eine zentrale Abwasserentsorgung eingesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong><br \/>\nEntscheidungsaspekte f\u00fcr eine Gruppenkl\u00e4ranlage<\/strong><\/p>\n<p>Folgende Aspekte sprechen f\u00fcr den Bau einer zentralen Kl\u00e4ranlage f\u00fcr 5 Gemeinden:<\/p>\n<ul>\n<li> Als perspektivische L\u00f6sung kommt aus wasserrechtlichen Gr\u00fcnden nicht in Betracht, da\u00df jedes Haus in den untersuchten Siedlungen eine eigene Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlage bekommt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Aufgrund der geringen Entfernung zwischen den Orten, ist es unzweckm\u00e4\u00dfig, da\u00df jeder Ort eine separate Kl\u00e4ranlage erh\u00e4lt, auch weil eine Druckleitung zum n\u00e4chsten Ort recht g\u00fcnstig zu realisieren ist.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Die \u00dcberleitung des Abwassers nach A-Stadt l\u00e4\u00dft einen allm\u00e4hlichen Investitionsverlauf nicht zu, sondern erfordert die Realisierung eines relativ gro\u00dfen Investitionsumfanges in sehr kurzer Zeit. Die Wahrscheinlichkeit, da\u00df die notwendigen F\u00f6rdermittel &#8222;auf einen Schlag&#8220; bereitgestellt werden, ist \u00e4u\u00dferst gering.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Die schrittweise Kanalisierung aller 5 Orte und die Errichtung einer zentralen Kl\u00e4ranlage scheint bisher von den untersuchten Varianten die L\u00f6sung mit den &#8222;kleinsten \u00dcbeln&#8220; zu sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Gemeinden A-Dorf, B-Dorf, C-Dorf, D-Dorf und E-Dorf war eine \u00f6kologische und kosteng\u00fcnstige Variante der Abwasserentsorgung auf der Grundlage der Basisdaten sowie nach dem Stand der Technik zu ermitteln.<\/p>\n<p>Die langfristige Gestaltung der Abwasserentsorgung, da\u00df beinahe jedes Haus einer geschlossenen Siedlung eine eigene Hauskl\u00e4ranlage erh\u00e4lt, widerspricht nicht nur den gesetzlichen Bedingungen, sondern f\u00fchrt aus den verschiedensten Gr\u00fcnden zu nachteiligen Gew\u00e4sserbelastungen.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist f\u00fcr die Zukunft eine Zentralisierung der Abwasserbehandlung anzustreben.<\/p>\n<p>Folgende Variantenuntersuchungen und Bewertungen wurden vorgenommen:<\/p>\n<p>1. Variantenuntersuchungen zur Abwasserbehandlung innerhalb eines Grundst\u00fcckes<br \/>\n2. Variantenuntersuchungen zur Abwasserableitung innerhalb der Orte<\/p>\n<ul>\n<li> Variantenvergleich zwischen Druck- und Freispiegelentw\u00e4sserung<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Bewertung vorhandener Mischwasserkan\u00e4le in B-Dorf<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Bewertung erschwerter Entw\u00e4sserungsbedingungen in E-Dorf<\/li>\n<\/ul>\n<p>3. Variantenuntersuchungen zur zentralen Abwasserbehandlung f\u00fcr eine Siedlung<br \/>\n4. Variantenuntersuchungen zur zentralen Abwasserbehandlung f\u00fcr f\u00fcnf Siedlungen<br \/>\n5. Variantenuntersuchungen zur zentralen Abwasserbehandlung in A-Stadt<\/p>\n<p><strong>Auswahl der Untersuchungsergebnisse:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> Von wirklichen Einzelf\u00e4llen abgesehen, sollte ein Neubau, eine Modernisierung oder eine Leistungssteigerung von Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlagen nur dann erfolgen, wenn es von der Wasserbeh\u00f6rde f\u00fcr notwendig gehalten wird, oder wenn die Grundst\u00fcckskl\u00e4ranlage nicht mehr der DIN 4261 Teil 1 bzw. der TGL 7762 entspricht. Es ist um ein Vielfaches wirtschaftlicher, zweckm\u00e4\u00dfiger und f\u00fcr die Gew\u00e4sserreinhaltung dienlicher, wenn die privaten und staatlichen Mittel f\u00fcr eine effiziente zentrale Abwasserentsorgung eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Die L\u00f6sung mit dem gr\u00f6\u00dften Nutzen besteht in einer zentralen Abwasserableitung und zentralen gemeinsamen Abwasserbehandlung f\u00fcr alle 5 Siedlungen. Ein Variantenvergleich zur Zentralisierung der Abwasserbehandlung zeigt keine gro\u00dfen monet\u00e4ren Unterschiede bei der Variante, bei welcher jeder Ort eine Kl\u00e4ranlage erh\u00e4lt gegen\u00fcber der Variante, bei der f\u00fcr alle 5 Siedlungen eine gemeinsame Kl\u00e4ranlage errichtet wird.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Grunds\u00e4tzlich ist festzustellen, da\u00df die 5 Gemeinden sich in ihrer Gr\u00f6\u00dfe, Topographie und Siedlungsstruktur \u00e4hneln, so da\u00df im Rahmen dieser ersten Voruntersuchungen davon ausgegangen wird, da\u00df die Ergebnisse aus Variantenuntersuchungen, die in einem Ort gewonnen wurden, auch auf die anderen 4 Siedlungen \u00fcbertragbar sind.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Der Gutachter sch\u00e4tzt ein, da\u00df im Rahmen einer k\u00fcnftigen Vorplanung und der sp\u00e4teren Wartung der Pumpwerke erhebliche Kostenvorteile in der Druckentw\u00e4sserung liegen, die jedoch von der Planung und dem Verband noch zu erschlie\u00dfen sind. Bei k\u00fcnftigen Analysen sind aber auch Kombinationen zwischen Druck- und Freispiegelentw\u00e4sserungen zu untersuchen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> In der Tabelle 15 kann die Ermittlung der spezifischen Kosten der zentralen Ortskl\u00e4ranlagen nachvollzogen werden, wobei der &#8222;nat\u00fcrlich bel\u00fcftete Teich&#8220; gegen\u00fcber der &#8222;Pflanzenkl\u00e4ranlage&#8220; 12 % kosteng\u00fcnstiger ist.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> H\u00f6here Erschlie\u00dfungskosten bei dem Kanalbau in E-Dorf ergeben sich durch vorhandene Beton-Panzerstra\u00dfen und die etwas weitere Entfernung der H\u00e4user von der Stra\u00dfe. Insgesamt wird eine Kostensteigerung von 8 % angenommen. Im Vergleich zu den spezifischen Kosten der Ortsentw\u00e4sserung in C-Dorf zeigt sich aber, da\u00df die Investkostenerh\u00f6hung in E-Dorf von 8 % nur in geringem Ma\u00dfe auf die spezifischen Kosten durchschl\u00e4gt und offensichtlich keine gravierende spezifische Gesamtjahreskostenerh\u00f6hung verursacht.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> In B-Dorf gibt es Fragmente eines neuen Mischwasserkanalnetzes. Aufgrund der Unterlastung ist insbesondere beim Mischwasserkanalnetz mit h\u00f6heren Betriebskosten und sehr wahrscheinlich mit bedeutenden Geruchsbel\u00e4stigungen zu rechnen. Deshalb empfiehlt der Gutachter, die vorhandenen Mischwasserkan\u00e4le als solche nicht zu nutzen. Im Rahmen gesonderter Untersuchungen bietet sich an zu pr\u00fcfen, ob in die vorhandenen Mischwasserkan\u00e4le entweder ein endloses Plasterohr (eventl. DN 200) f\u00fcr einen konventionellen Freispiegelschmutzwasserkanal eingezogen wird, oder ob in die Kan\u00e4le vorzugsweise Druckleitungen (DN 80) f\u00fcr eine Druckentw\u00e4sserung installiert werden sollten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Die g\u00fcnstigste L\u00f6sung ist es, das Abwasser zur Kl\u00e4ranlage nach A-Stadt zu f\u00f6rdern. Das Problem besteht jedoch darin, da\u00df diese L\u00f6sung nicht schrittweise realisiert werden kann, weil in diesem Falle erhebliche nicht nutzbare Investitionen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum keinesfalls refinanziert werden k\u00f6nnen. Wenn es gelingt, die erforderlichen finanziellen Mittel &#8222;auf einen Schlag&#8220; bereitzustellen, dann w\u00e4re die Abwasserbehandlung in A-Stadt eine sehr interessante L\u00f6sung, die jedoch dann einer Tiefenpr\u00fcfung bedarf.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Die Vorzugsvariante &#8211; aus der Sicht des Gutachters &#8211; besteht m\u00f6glicherweise in einer zentralen Druckentw\u00e4sserung (noch im Detail pr\u00fcfen!) und in einer zentralen Kl\u00e4ranlage f\u00fcr alle 5 Siedlungen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li> Es ist notwendig, langfristige Investitionskonzeptionen von Zeit zu Zeit auf den Wahrheitsgrad der Annahmen aus neuerer Sicht zu pr\u00fcfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Orientierung auf eine Variante &#8211; die dargestellte Vorzugsl\u00f6sung &#8211; ist auch das Ergebnis eines subjektiven Abw\u00e4gungsprozesses des Gutachters. Es ist wichtig zu wissen, da\u00df auch diese Variante Nachteile hat, was bei jeder anderen Entscheidung auch zutreffen kann. Der Sachverst\u00e4ndige ist jedoch zu der \u00dcberzeugung gelangt, da\u00df die vorgeschlagene L\u00f6sung die Alternative mit den &#8222;geringsten \u00dcbeln&#8220; ist. Es bleibt der Auseinandersetzung mit dem vorgelegten Werk \u00fcberlassen, ggf. weitere untersuchenswerte Aspekte aufzuzeigen oder auch die Varianten anders zu bewerten.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise sind in 5 oder 10 Jahren andere Entscheidungsaspekte f\u00fcr die Beurteilung relevant, so da\u00df dann eine andere Variante &#8211; z. B. die \u00dcberleitung des Abwassers nach A-Stadt &#8211; als neue Vorzugsl\u00f6sung zu w\u00e4hlen ist.<\/p>\n<p>Uwe Halbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kl\u00e4ranlagen f\u00fcr jedes Haus oder eine zentrale Abwasserbeseitigung? Ausz\u00fcge aus einem Gutachten Redaktion 09.12.1999 Inhaltsverzeichnis Quintessenz Hinweise zur Refinanzierung Hinweise f\u00fcr eine \u00dcbergangsl\u00f6sung Entscheidungsaspekte f\u00fcr eine Gruppenkl\u00e4ranlage Zusammenfassung des Gutachtens Quintessenz: Hauskl\u00e4ranlagen f\u00fcr jedes Haus einer Ortschaft k\u00f6nnen genauso teuer oder sogar aufwendiger werden, als wenn die betroffene Siedlung eine zentrale Abwasserbeseitigung aufbaut. Das h\u00e4ngt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"footnotes":""},"categories":[184],"tags":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2019"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2019\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gerichtsgutachten.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}